Erkundung von Tiflis mit Bertrand
Nachdem ich heute ausgeschlafen hatte wollte ich mich ans verpacken meines Fahrrades machen. Zuerst musste ich aber Wasser kaufen gehen, ich hatte in den letzten Tagen zu wenig getrunken.
Zurück in der Unterkunft erreichte mich die Nachricht, dass Lutz aus Deutschland es tatsächlich soeben geschafft hatte, mit dem Fahrrad von Georgien nach Aserbaidschan einzureisen. Ich hatte ihn dank dem WhatsApp Gruppenchat kennengelernt und war seit Istanbul ab und zu in Kontakt mit ihm. Ich freue mich sehr für ihn, dass bei ihm geklappt hat, was mir vorenthalten blieb. Ein bisschen nervt es aber auch. Immerhin hatte Lutz sehr viel Aufwand betrieben mit Emails an diverse Aserbaidschanische Stellen, er meinte er war 3 Monate damit beschäftigt. Nun, der Aufwand hat sich für ihn gelohnt und das eine einzige Email, welches ich geschrieben hatte und auf das ich nie eine Antwort erhielt, war offenbar nicht genug.
Lutz hat mich dann noch mit Bertrand aus Frankreich in Verbindung gesetzt, weil ich ihm schrieb, dass ich noch nicht so genau weiss, ob es mit Shaun weitergeht, weil er einen Freund in Kazachstan treffen will. Es stellte sich heraus, dass Bertrand keine 200 Meter von meinem Gasthaus entfernt seine Bleibe gefunden hatte. Also trafen wir uns kurzerhand und spazierten zusammen durch Tiflis.
Wir bewegten uns einige Male im Kreis auf der Suche nach der Bergbahn, welche zu einem Aussichtspunkt über der Stadt führt. Als wir die Talstation doch noch fanden stellte sich heraus, dass die Bahn heute gar nicht in Betrieb war, da es zu stark windete. Immerhin hatten wir gute Gespräche und es machte mir auch Spass, wieder einmal Französisch zu sprechen.
Nach dem Spaziergang gingen wir zusammen in mein Lieblingscafé auf ein Dessert und die lebhafte Konversation ging weiter bis ich irgendwann realisierte, dass ich dringend los musste, um noch in einen Fahrrad-Laden zu gehen, welcher um 18 Uhr schliesst. Mit dem kleinen Werkzeug meiner Ex-Arbeitskollegin Leandra hatte ich am Morgen bemerkt, dass ich meine Kette wechseln sollte und dieser Laden schien Potentiel am erfolgsversprechendsten zu sein für Shimano-Produkte. Aufgrund des Staus, in dem der Bus Minute um Minute verlor, war ich dann erst 4 Minuten nach sechs beim Laden und dieser war schon dunkel und mit einem Schloss verriegelt. Schade. Doch in der Nähe war noch ein anderes Fahrradgeschäft. Leider hatten sie dort aber nicht, wonach ich suchte und empfahlen bloss den Laden, vor dessen geschlossenen Türen ich kurz davor stand. Dann muss ich mein Glück eben morgen nochmals versuchen.
Wieder zurück im Zentrum entschied ich mich, mir die Haare schneiden zu lassen – auch immer eine lustige Erfahrung im Ausland und das Coiffeurgeschäft hier sollte davon keine Ausnahme sein. Nun bin ich für die warmen Temperaturen vorbereitet.
Zum Essen ging ich nochmals in mein Lieblingscafé – hier bin ich schon so oft gewesen und doch habe ich noch nie zweimal dasselbe bestellt. Kurz nach mir kam eine Koreanerin – ich hatte sie gestern schon hier gesehen und am Hangeul auf ihrem T-Shirt die Nationalität vermutet – ins Cafe und da sie einen Labtop dabei hatte, bot ich ihr meinen Platz mit Steckdose an. So kamen wir ins Gespräch, worüber wir uns beide sehr freuten – kein Wunder bei meiner Südkorea-Vergangenheit. Sie wollte eigentlich auf eine Prüfung lernen, doch dazu kam es nicht, denn wir unterhielten uns bis das Café um 23 Uhr schloss.
Wieder war ein Tag vorbei wie gestern, an dem ich nicht wirklich viel machte und doch so viel passierte. Das Fahrrad muss ichbdann wohl morgen in die Schachtel verpacken.



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Tag 058 – Kungrad – Nukus (110.17 km / 73 hm)
Trocken, flach und windig Heute Morgen ging wieder mal alles etwas länger, so startete ich erst um viertel nach elf. Der nette Herr vom Hotel gab mir noch jede Menge Wasser, Brot…
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Tag 057 – Beineu – Kungrad (Zug)
Ankunft in Usbekistan Beim warten am Bahnhof redete ich mit einigen kasachischen Leuten, obwohl reden wohl das falsche Wort ist. Mittels Händen, Füssen und natürlich GoogleTranslate war ein gewisser Austausch aber möglich….
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Tag 056 – Usturt – Beineu (91.46 km / 148 hm)
Heute: Rückenwind Gestern Abend habe ich noch lange mit den Kindern gespielt, vor allem der jüngste kam immer wieder zu mir. Verstanden haben wir uns zwar nicht, aber herumblödeln kann man ja…


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