Ankunft in Usbekistan

Beim warten am Bahnhof redete ich mit einigen kasachischen Leuten, obwohl reden wohl das falsche Wort ist. Mittels Händen, Füssen und natürlich GoogleTranslate war ein gewisser Austausch aber möglich. Dabei ist mir aber auch aufgefallen, dass die Übersetzung manchmal komplett zufällige Sätze ausspuckt, die weder Sinn machten noch zum bisherigen Kontext passten.

Irgendwann kurz vor drei konnte ich endlich in den Zug einsteigen. Ich dachte zuerst ich könne mich nun richtig ausruhen, doch dabei vergass ich das Ausreiseprozedere. Eine halbe Armada aus Polizisten, Militär, Hunden und Zugpersonal kümmerte sich um den korrekten Ablauf. Ich hatte Bett Nummer 2 gebucht und da das im ersten Abteil war, musste ich meinen Platz räumen, denn genau dieses Abteil hatte die Grenzpolizei zum mobilen Ausreiseschalter umfunktioniert. So konnte ich erst zurück, als die Formalitäten des ganzen Waggons abgeschlossen waren.

Im Bett hatte ich auch kaum Platz und kontte trotz grosser Müdigkeit doch lange nicht einschlafen. Tadam tadam …. tadam tadam … und als ich mich dann doch kurz vor demneinschlafen befand, wurde ich harsch geweckt. Ich war in Usbekistan statt im Land der Träume angekommen. Dasselbe Grenzprozedere also nochmals, bzw. noch etws intensiver, denn ich musste viele meiner Taschen auspacken – die Suche galt den in Usbekistan verbotenen Drohnen.

Danach konnte ich ein paar wenige Stunden schlafen und immer wenn ich zum Fenster herausschaute, sah es ungefähr so aus:

Das kam mir von den letzten Tagen bekannt vor.

In Kungrad angekommen stiegen einen Wagen hinter mir zwei junge deutsche Backpacker aus, ich hörte sie Deutsch sprechen. Ich unterhielt mich kurz mit ihnen bevor ich zu meinem Hotel fuhr. Endlich angekommen und jetzt konnte ich nochmals etwas nachschlafen – es fühlte sich schon wieder wie ein Jetlag an…

Am Abend traf ich mich dann mit Audrey aus Kanada und Joss aus Frankreich. Es war sehr schön mit ihnen zusammen durch den Bazar zu spazieren und uns zu unterhalten. Als gleichgesinnte hatten wir uns eben viel zu erzählen. Es stellte sich heraus, dass sie nach Karakalpakiya extremen Gegenwind hatten und irgendwann der Versuchung nachgaben und eines der vielen Angebote von Lastwagenfahrern annahmen, sie mitzunehmen. Sie meinten auch, dass sie wohl einiges langsamer unterwegs wären als ich, so werde ich für den moment alleine weiter fahren.

Nach dem gemeinsamen Essen konnte ich nach einem kleinen Missverständnis gleich noch etwas Bargeld wechseln und fuhr dann mit dem Fahrrad zurück zu meinem Hotel. Vielen Dank für das nette Treffen und weiterhin alles Gute euch zwei!


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