Abschied nun auch vom Schwarzen Meer und in die Hügel Georgiens…

Auch heute brauchten wir wieder ziemlich lange, bis wir am Morgen losfahren konnten. Nach der Verabschiedung von Shayenne und Lukas – die wussten noch nicht so genau was sie heute machen wollten – fuhren wir um 11:15 los. Doch kaum losgefahren, haben wir uns in den engen Strassen von Batumi irgendwie verloren. Ich konnte Shaun nirgends mehr sehen, also bin ich erstmal nochmals etwas Geld wechseln gegangen und dachte dann ich muss wohl nochmals zurück zum Hotel. Doch nach dem Geld wechseln sahen wir uns plötzlich wieder uns es konnte doch noch los gehen.

Leider war Shaun gestern gestürzt und deshalb schmerzte ihn die Schulter und die Hüfte, so konnte er anfangs nur relativ langsam fahren.Wir fuhren zuerst dem Schwarzen Meer entlang nach Norden, wobei bereits hier zwei saftige Anstiege warteten. Besonders der erste hatte es in sich – auf ganz kleinen Strassen ging es zum Teil extrem steil hoch, knapp noch fahrbar – dafür mit gutem Blick zurück auf Batumi.

Der zweite Anstieg war nicht so steil und danach verabschiedeten wir uns vom Schwarzen Meer und es ging ins Landesinnere. Auch hier immer ein wenig auf und ab. Wir fuhren den schneebedeckten Bergen entlang und passierten danach einen kleinen Pass. Nach dem Pass folgte ein schöner kleiner Fluss umgeben von saftigen grünen Wäldern. Der Frühling scheint hier erst gerade begonnen zu haben, doch die Farben waren wunderbar. Danach wartet nochmals ein kleiner Anstieg auf uns, bevor es auf eine grössere Ebene runter ging. Etwa einen Kilometer vor dem höchsten Punkt war plötzlich Schluss mit guter Strasse und es ging auf einer Schotterpiste weiter – bis ganz nach unten auf die Ebene – schade um die verrüttelten Höhenmeter, das wäre sonst eine tolle Abfahrt gewesen.

Hier in Georgien hat es wieder viel mehr Hunde auf und neben der Strasse als in der Türkei. Und auch Kühe machten es sich regelmässig auf der Fahrbahn gemütlich und sogar Schweine sahen wir frei herumlaufen am Strassenrand. Das Land macht einen etwas weniger entwickelten Eindruck, doch die Menschen sind genauso nett wie in der Türkei.

Etwa 12 km vor unserem anvisierten Etappenzielort sahen wir eine Gruppe Georgier auf der Strasse, die uns aufforderten anzuhalten und mit uns sprechen wollten. Zuvor hat sich ein georgischer Junge bereits mit mir ein Wettrennen geliefert, es war ein Kopf-an-Kopf Rennen, bis ihm die Kette vom Blatt fiel. Ein Mann wollte uns unbedingt zu einem Bier einladen, nur eines, nur kurz, kommt, kommt – doch es war schon halb acht am Abend und wir wollten noch vor Einbruch der Dunkelheit ankommen, deshalb lehnten wir ab. Für ein Foto reichte es doch noch, doch die meisten der Gruppe waren zu scheuh, um auf das Bild zu kommen, nur zwei erklärten sich bereit.

Schlussendlich sind wir dann gerade mit dem letzten Tageslicht um viertel nach Acht bei unserem Gasthaus bei einer privaten Familie angekommen und kaum hatten wir unser Zimmer bezogen war es auch schon dunkel draussen. Nochmals gut gegangen – vielleicht schaffen wir es ja morgen, etwas früher los zu fahren und dann entsprechend auch früher anzukommen.


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