Schon geht’s weiter nach Ungarn
Heute Morgen hatte ich Mühe, meinen Rhythmus zu finden. Letzte Nacht haeb ich aus irgend einem Grund nicht so gut geschlafen. Und wahrscheinlich hatte ich etwas zu viel Frühstück gegessen. So war der Start eher harzig. Erfreulicherweise gab es immerhin keinen Gegenwind und auch die Strassen waren gut.
Heute war der erste Tag, an dem ich etwas öfter auf normalen Autostrassen gefahren bin, bisher war wirklich fast alles Radweg. Und das war auch heute zum grössten Teil so. Das Wetter war wieder prächtig und heute hatte ich auch den Eindruck von Frühling. Überall schienen Blumen und Bäume zu blühen.
Als dann nach der Basilika von Esztergom auch der Gegenwind wieder anfing hatte ich ein kleines Tief. Ich war am Grübeln und meine Gedanken drehten sich im Kreis. Im «Jetzt» sein war nicht mehr möglich und für einen Moment stellte ich alles in Frage: Wieso mach ich das ganze hier überhaupt? Nun ja, anscheinend hatte ich heute wirklich nicht den besten Tag erwischt und dann sind solche Gedanken naheliegend. Wenn ich heute Abend wieder gut schlafe sieht die Welt morgen wieder anders aus.
Kurz, nachdem ich definitiv in Ungarn angekommen war, machte ich meine Mittagspause an der Donau und zeitweise schien sogar die Sonne (um die Basilika zu sehen war ich auch bereits kurz auf ungarischem Staatsgebiet, danach aber wieder zurück in die Slowakei gefahren). Irgendwann kam wieder eine Fährüberquerung der Donau, doch dieses Mal enschied ich mich, die Fähre nicht zu nehmen und auf derselben Seite der Donau zu bleiben. Wie an vielen Orten, die ich schon passierte, war auch hier die EuroVelo Route 6 auf beiden Seiten der Donau eingezeichnet. Für die Fähre hätte ich 20 Minuten warten müssen und darauf hatte ich keine Lust. Ab dem Zeitpunkt fühlte ich mich nun endlich wieder etwas besser und das in die Pedalen treten machte auch wieder Spass. Kurz vor der Ankunft bei meiner Freundin Júlia und ihrem Mann Balazs und ihren zwei Kindern überquerte ich die Donau dann doch noch, jedoch über eine sehr grosse Brücke. Um etwas nach 16 Uhr und etwas mehr als 6 Stunden fahrt bin ich angekommen.
Es war sehr schön, Julia und Balazs wieder zu sehen, wir hatten uns schon seit 13 Jahren nicht mehr gesehen. Doch davon spürte ich nichts. Wir waren uns immer noch vertraut und auch hatte ich das Gefühl, dass die beiden noch immer gleich aussehen wie früher. Als sich Balazs erkundigte, welchen Weg ich gefahren war, meinte er Szentendre wäre besonders schön. Dazu hätte ich allerdings die Fähre nehmen müssen. Aufgrund meiner Routenänderung bin ich nicht an diesem Ort vorbei gekommen – ein anderes Mal vielleicht.












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