Ich habe Gesellschaft erhalten…
Gestern Abend ging ich früh ins Bett, so bin ich heute Morgen bereits um 6:30 erholt aufgewacht und freute mich, dass ich noch ein bisschen liegen bleiben kann. Schliesslich ist ja Sonntag.
Bereits um 09:10 gings dann aber los, bei kühlen 4 Grad Celsius. Und heute fuhr ich das erste Mal ohne Sonnenbrille. Nach ein paar Kilometern musste ich dann doch schon meine Regenjacke ausziehen, weil mir sonst zu warm war. Die Strassen rollten gut doch plötzlich kam ich etwas in Verlegenheit: Bald sollte ich die Donau überqueren doch da war keine Brücke. Kurz später hat sich das Rätsel gelöst: Hier wäre gemäss offizieller Route der EuroVelo 6 eine Fährüberquerung geplant. Ein Fahrradfahrer, der zufällig dort stand meinte die Fähre fahre erst später. Ich dachte schon ich bin zu früh dran, doch dann fügte er hinzu: «Wahrscheinlich im April». Okay, auch das ist später. Er meinte Flussabwärts hätte es eine Brücke wo ich ebenfalls auf die andere Seite kommen kann. Ich habe mich kurz mit den verfügbaren Hilfsmitteln orientiert und wählte dann eine Strasse die zur besagten Brücke führte, und da war auch tatsächlich ein Übergang. Nun war ich wieder auf der «Original»-Strecke und der Umweg war schlussendlich sogar kürzer als die geplante Option.
Nach knapp 40 km hielt ich kurz an um ein Foto zu machen und einen Snack zu essen, da kam ein anderer vollbepackter Radfahrer dem Weg entlang und fragte mich, ob bei mir alles ok sei. Ich bejahte, doch trotzdem kamen wir ins Gespräch. Es war Ties aus den Niederlanden. Ab da fuhren wir gemeinsam der Donau entlang und schwatzten zusammen. So verging die Zeit im Flug und wir waren schon bald in Passau, der letzten Stadt vor der Grenze nach Österreich, wo wir unsere Mittagspause machten.
Passau ist übrigens auch der Ort, wo der Inn in die Donau mündet, das Wasser vom Engadin kommt also alles hierher. Schon kurz danach waren wir dann in Österreich. Von der Grenze merkten wir ausser dem Schild am Wegrand nichts. Nun floss die Donau in einer Art Tal oder Schlucht, auf beiden Seiten gings steil bergauf. Das bedeutete, dass auch die Strasse ein bisschen nach oben und unten ging, allerdings nicht so viel wie mein GPS meinte – und die Strecke war super schön, das Wasser sehr ruhig und die Spiegelungen klar. Das war bisher der schönste Teil meiner Reise.
In Schlögen, an einer schönen Stelle, wo die Donau ein U macht, machten wir nochmals eine kurze Pause bevor es auf die letzten 25 km bis Aschach ging. Mit was wir nicht rechneten waren die Strassenblockaden, die plötzlich vor uns auftauchten. Nach einigem hin und her entschieden wir uns, unsere Fahrräder über die Abschrankungen zu heben und die Strasse trotz Sperrung zu fahren. Der Umweg wieder zurück und dann auf einer anderen Strasse nach Aschach wäre beträchtlich gewesen – leider hatten wir an entsprechender Stelle auch keinen Hinweis gesehen, dass die Strasse x Kilometer später plötzlich gesperrt ist. Zum Glück waren wir zu zweit, denn alleine wären die meterhohen Blockaden mit einem Fahrrad nicht zu überwinden gewesen. Schlussendlich waren wir um etwa 17:30 in Aschach und ich war froh, angekommen zu sein nach diesem Abenteuer – zwar nicht mit Sonnenschein, aber auch heute hat’s nicht geregnet.































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