Kharagauli-Pass
Heute morgen regnete es noch immer, wie schon die ganze Nacht – ich hörte die Regentropfen auf’s Dach trommeln. Doch die Voraussage war, dass es um etwa zehn Uhr aufhören sollte. Und so war es dann auch – wenn vielleicht auch viertel nach zehn. Abgemacht war, um 10 Uhr los zu fahren, doch schlussendlich wurde es wieder mal später und es ging erst um 10:35 los.
Die Strassen waren zwar noch nass, aber das störte nicht gross. Es war aber sehr kühl und ich war froh, dass es nicht regnete. Es ging von Anfagn an leicht bergauf, zuerst noch über ein paar Hügel mit kurzen Abfahrten dazwischen. Wir folgten einer Strecke von Komoot, doch diese war nicht immer ideal und wollte uns regelmässig auf kleine und schlechtere Strassen schicken, obwohl auf der grösseren Strasse kaum Verkehr war. Meistens merkte ich, wenn wieder so ein Abstecher bevor stand und wir blieben auf der grösseren Strasse, doch ganz immer war das nicht der Fall.
Shaun hatte gestern gesehen, dass auf der von Komoot vorgeschlagenen Strecke über den Kharagauli-Pass ein längeres Stück mit Schotterpisten enthalten ist. Da es so viel geregnet hatte waren wir etwas besorgt, dass da alles aufgeweicht sein könnte und deshalb dachten wir, dass wir eine andere Strasse entlang der Autobahn nehmen könnten. Doch beim genaueren betrachten kurz vor der entsprechenden Verzweigung bemerkten wir, dass es zwar eine kleine Strasse gibt, welche neben der Autobahn verläuft, allerdings nicht ganz durchgehend. Da fehlten ein paar Kilometer wo eben nur die Autobahn war, also mussten wir doch über den Kharagauli-Pass.
Der Pass zog sich sehr in die Länge: Die 758 Höhenmeter erstreckten sich auf über 32 km. So war es nicht allzu steil und sehr angenehm zu fahren. Dafür war es etwas schwer abzuschätzen, wie viel Zeit wir über den Pass brauchen würden. Es zeichnete sich schon langsam ab, dass es knapp werden könnte mit einer Ankunft bei Tageslicht. Schlussendlich waren wir aber schneller auf dem Pass als ich erwartet hatte – die Schotterpiste war zwar teilweise etwas nass, grösstenteils aber gut komprimiert und so rollte es auch entsprechend gut – es war definitiv nicht das Fiasko, welches wir erwartet hatten und weshalb wir so lange an einer Alternativroute rumstudierten. Schlaglöcher hatte es beispielsweise fast keine. Am Pass war eine neue Strasse im Bau, was noch nicht asphaltiert war war bereits sauber vorbereitet für die spätere Asphaltierung. Shaun sagte, er habe chinesische Bauarbeiter gesehen, etwas vor ihm unterwegs waren sie mir allerdings nicht aufgefallen.
Auf dem Pass angekommen war eine schöne Abendstimmung mit vielen Lichtern und Reflexionen zu sehen, bis wir auf der Abfahrt an einem Punkt ankamen, wo man dies auch fotografisch festhalten konnte war der grösste Zauber allerdings schon vorbei. Und bis wir die kurze Abfahrt nach Chaschuri gemacht hatten, war es auch schon dunkel. Wir gingen zum Hostel, welches ich herausgesucht hatte und zum Glück kam nach kurzer Wartezeit ein anderer Gast heraus, welcher uns half, die Gastgeberin anzurufen, denn vor Ort war sie nicht. Bis wir unsere Zimmer beziehen konnten war es schon nach 21 Uhr. Darüber bin ich etwas genervt, denn schliesslich hatten wir gestern einen Ruhetag und jetzt sind wir schon am ersten Tag danach schon wieder im späten Rhythmus. Wenn wir früher abgefahren wären, hätte es allerdings noch geregnet, von daher musste es wohl heute einfach so sein. Morgen möchte ich allerdings früher los, mal schauen, ob wir das schaffen.

















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