Ein Tal nach dem anderen …
Für heute hatten wir einen frühen Start geplant. Denn nach der frühen Ankunft gestern und entsprechend langer Ruhezeit sowie gemäss der Topographie der weiteren Strecke schien eine längere Etappe möglich. 163 km ist natürlich eine ganze Menge, doch zwischen Durağan und Vezirköprü schien es keine Übernachtungsmöglichkeiten zu geben. Das hiess entweder ist bereits nach etwas mehr als 90 km Schluss oder dann eben erst nach 163 km.
Da wir insgesamt viele Höhenmeter bergabwärts fuhren schien 163 km möglich und es würde uns ermöglichen, morgen bis nach Amasya zum Freund von Shaun zu fahren – doch es erforderte gleichermassen einen frühen Start. Die Idee war, bis Durağan zu fahren und zu schauen, wie es bis dahin geht.
Und es ging sehr gut! Zwar gab es etliche Gegensteigungen doch danach ging es umso mehr Höhenmeter weiter nach unten und so rauschten die Kilometer nur so an uns vorbei. In Durağan angekommen hatten wir ohne die Pausen gerechnet noch immer einen Schnitt von über 20 km/h und so waren wir sehr zuversichtlich, dass wir noch genügeng Zeit bei Tageslicht hatten, um Vezirköprü zu erreichen.
Nach einer kurzen Mittagspause ging es einem Stausee entlang weiter – obwohl zuerst kein Wasser, dafür ganz viel grün zu sehen war. Der Wasserstand ist wohl nur Anfang Winter so hoch, dass alles unter Wasser ist. Ein Grund, warum es so gut gelaufen war bis jetzt waren auch die super glatten Strassen, auf denen unsere Räder super rollten. Das war dem See entlang im ersten Teil etwas anders. Ziemlich ruppige Strassen machten nicht nur das vorwärtskommen etwas schwieriger sondern waren auch eine grössere Belastung für unser «Sitzleder». Ausserdem ging es dem See entlang ständig auf und ab und nun ging’s natürlich netto auch nicht mehr nach unten.
Dafür war die Landschaft einmal mehr wunderschön und die Strasse führte durch Nadelbaumwälder, welche herrlich dufteten. Der Duft erinnerte mich an Schweizer Wälder wie es sie z.B. im Engadin gibt.
Als die Strasse sich wieder vom Stausee entfernte lagen noch etwa 30 km vor uns. Tönt nicht mehr nach viel, doch diese hatten es in sich, denn auch nach dem Stausee war es alles andere als Flach: Insgesamt 13 kürzere und längere Anstiege warteten auf uns und allgemein ging es wieder bergauf, auch wenn es genauso viele kürzere und längere Abfahrten gab.
Die Müdigkeit zeigte sich nun je länger je deutlicher, entsprechend ging es nur noch schleppend voran. Das mit dem bei Tageslicht ankommen schafften wir schlussendlich auch nicht ganz. Wir fuhren zum nächstgelegenen Hotel und da begegneten wir ein paar jungen Herren, welche uns betreffend Unterkunft berieten. Sie meinten das Hotel wo wir eben angekommen waren sei ein historisches und etwas teuer. Sie empfahlen uns ein Hotel in der Nähe und einer von ihnen rief freundlicherweise sogar an, um uns über Preis und Verfügbarkeit zu informieren. Nochmals knapp 2.5 km, dann wird diese lange Etappe doch noch zu Ende gehen. Um 20:09 erreichten wir nach knapp mehr als 9 h reiner Fahrzeit schliesslich unsere Unterkunft.
Mit dem Wetter hatten wir übrigens wieder sehr viel Glück – schon gestern fuhren wir der Regenfront davon – wir sahen ständig Sonnenschein ein paar Kilometer vor uns und düstere Wolken hinter und spürten ab und zu ein paar vereinzelte Tropfen. Und auch heute spürten wir immer wieder ein paar Tropfen aber nur einmal gab es etwa 10 Minuten lang schwachen Niederschlag, so richtig regnen wollte es aber nie. Zum Glück – denn am Morgen war es noch sehr kühl und auch gegen Abend waren die Temperaturen wieder so, dass wir uns dick einpacken mussten.




























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