Georgien hautnah
Als ich heute Morgen aufgewacht bin regnete es stark – und die Vorhersage war, dass es den ganzen Tag so weitergehen würde. So entschieden wir uns, heute einen Ruhetag zu machen – denn die Temperaturen sind mit maximal zwölf Grad immer noch tief und mit Regen zusammen macht das wenig Spass. Ursprünglich wollte ich zuerst bis Tiflis fahren – das sind wenn’s gut geht noch zwei Tage – und dann dort eine Pause machen, bis es weitergeht. Doch wir sind immerhin schon wieder sieben Tage am Stück gefahren seit Amasya und so war der Ruhetag definitiv angebracht.
Und was gibt’s an einem Ruhetag besseres als ein warmes Bad? In der Nähe von Wani gibt’s eine Schwefelhaltige Warmwasserquelle, welche mitten in der Natur liegt und dahin fuhren wir heute – da es ein Ruhetag ist erlaubten wir uns, dafür das Taxi zu nehmen. Die Fahrt war dann auch ziemlich abenteuerlich und obwohl weniger als 10 Kilometer entfernt, dauerte sie mehr als eine halbe Stunde.
Ursprünglich dachten wir, dass wir so 30 bis 45 Minuten da verweilen werden, denn was soll man schon machen in ein bisschen warmem Wasser? Doch dort angekommen trafen wir zuerst eine Familie aus Polen und Andy aus Deutschland, später kamen dann noch Jan und Sonja dazu, ebenfalls in Deutschland wohnhaft, wenn nicht gerade im Camper unterwegs. Letztere war so nett, ein Foto für uns zu machen. Wir hatten interessante Gespräche über Deutschland und die Welt und natürlich die Reiserouten. Andy war schon seit 4 Jahren oder so (ich hoffe meine Erinnerung stimmt) in seinem selbst umgebauten Lastwagen-Camper unterwegs und hatte einige Erfahrungen gesammelt und gute Geschichten zu erzählen. Normalerweise reist er mit seiner Frau, doch momentan ist sie gerade in Deutschland, morgen kommt sie aber wieder zurück nach Georgien.
Und so verging die Zeit im Flug, während wir zwischen zu warm im Wasser und zu kalt im Regen hin- und her wechselten. Bestimmt gut für die Regeneration. Schlussendlich waren wir mehr als 2 Stunden dort, bis uns das Taxi wieder abholte. Die Wasserbehälter im warmen Wasser sind übrigens zur Aufwärmung da, denn Jan und Sonja wollen auch mal eine warme Dusche nehmen – schlau!
Am Nachmittag telefonierte ich mit meinen Eltern – das erste Mal auf der Reise – und legte mich dann noch etwas hin. Ich bin sofort eingeschlafen, der Ruhetag hat wohl auch mir gut getan. Da wir im Supermarkt im Dorf nur eine sehr beschränkte Auswahl an Essenwaren finden konnten, fragten wir unsere Gastgeber, ob sie vielleicht etwas für uns kochen könnten. Das machten sie für ein kleines Entgelt gerne und wir waren überrascht, wie üppig der Tisch kurz darauf gedeckt war. Die Investition hatte sich also vollends gelohnt und so können wir morgen wieder mit voller Energie in die Pedalen treten. Der Wetterbericht für morgen war gestern noch ziemlich schlecht, sieht nun aber auch schon etwas besser aus, die Tendenz stimmt also.




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