Zum Schluss in die Hauptstadt
Als ich heute Morgen um kurz vor halb neun losfuhr war es bereits 23 Grad Celsius. Nach kurzer Zeit war ich wieder auf der Strasse M34. Ich hätte auch die grössere M39 nach Taschkent nehmen können, das wäre sogar zwei drei Kilometer kürzer gewesen, doch die M34 hatte viel weniger Verkehr. Dafür war der Zustand der Strasse teilweise auch wieder katastrophal. Solche kurzen Abschnitte, wo es mich auch bei langsamer Geschwindigkeit so richtig durchschüttelt gibt’s fast jeden Tag. Heute waren es nicht allzu viele und eher kurze Abschnitte.
Nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke machte ich eine kurze Pause und deckte mich mit Wasser und einem Süssgetränk ein. Mein Ziel, kurz nach 13 Uhr bei meinem Guesthouse zu sein war noch immer realistisch. In der zweiten Hälfte kam dann je länger je mehr Verkehr auf, nicht erstaunlich, schliesslich ging’s auf eine Millionenstadt zu.
Irgendwann war klar, dass ich in der Grossstadt angekommen war: drei oder manchmal sogar 4 Fahrspuren in jede Richtung. Ich war nun der weit und breit einzige Fahrradfahrer und schlängelte mich bei jeder Ampel durch den Verkehr. Das ging recht gut und ich war um viertel nach eins bei meiner Unterkunft. Inzwischen war die Temperatur auf 34 Grad gestiegen, doch so richtig gemerkt hatte ich das gar nicht, der trockene Wind hat mich wohl gekühlt.
Lange hatte ich nicht Zeit, um mich auszuruhen, denn ich wollte um 15 Uhr auf eine geführte Tour, um auch Taschkent etwas kennen zu lernen und dazu musste ich um 14:30 los. Auf der Tour traf ich wiederum spannende Leute. Insbesondere mit Till und Elke aus Köln, Deutschland, kam ich schnell ins Gespräch. Die Tour in der modernen und grünen Stadt dauerte etwa bis halb sieben. Danach unterhielt ich mich noch mit den beiden Deutschen bis 21:30. So schnell so viele tiefgründige Themen berührt habe ich glaube ich noch selten oder auch nie mit neuen Bekanntschaften. Das ist immer schön, denn es gibt einem eine neue Perspektive auf’s Leben. So wie’s sich angefühlt hat werden wir uns wohl wieder einmal sehen.
Nun wollte ich aber zurück zum Gästehaus, schliesslich möchte ich morgen vor der grossen Hitze losfahren. In der Prognose sind am Nachmittag 36 Grad Celsius – zum Glück bin ich nicht mehr in Buchara im Süden, da soll die Temperatur morgen bis auf 41 Grad klettern. Über 40 war es übrigens in Buchara auch schon, bevor ich da war – ich hatte einmal mehr Glück mit dem Wetter und blieb vom schlimmsten verschont.





















-

Tag 102 – Mori – Xialaoba (122.62 km / 1055 hm)
Unglaublich viele Windräder und wieder mal Regen in der Wüste Kurz nach halb elf gings heute los. Ich wollte eigentlich etwas früher aufbrechen, war aber noch recht müde und hatte wortwörtlich Mühe…
-

Tag 101 – Qitai – Mori (67.57 km / 536 hm)
Zur Abwechslung ein lockerer Tag Für heute habe ich nur eine kurze Etappe eingeplant. Einerseits, weil ich gestern Abend sehr müde war und andererseits hat es sich mit den Übernachtungsmöglichkeiten auch so…
-

Tag 100 – Ganhezi – Qitai (119.7 km / 800 hm)
Wieder ein richtig heisser Tag… Das Wetter ist heiss. So wollte ich heute früh los, doch es war wieder nach halb zehn bis ich aufbrach. Als erstes standen gleich etwas mehr als…


Schreiben Sie einen Kommentar