Mit Rückenwind nach Buchara
Letzte Nacht habe ich wieder nicht sonderlich gut geschlafen. Diesmal war das Zimmer zwar fast still, aber eben nur fast. Es flogen einige Mücken umher und bei diesem Geräusch fällt es mir sehr schwer, einzuschlafen. Also probierte ich sie loszuwerden, was mir auch bei acht oder neun von ihnen gelang. Doch das brauchte Zeit, immer wenn ich das Licht ablöschte fing das surren nach kurzer Zeit wieder an und die nächste war an der Reihe. Und am Morgen als ich aufwachte, flogen noch immer zwei Mücken umher.
Auch mit eher wenig Schlaf stand ich auch und machte mich auf den Weg. Kurz nach neun fuhr ich los und hatte das Ziel, Buchara am frühen Nachmittag zu erreichen, denn so konnte ich noch die Sonnenuntergangs-Tour durch die Stadt machen. Bevor ich buchte wollte ich mir aber sicher sein, dass ich rechtzeitig ankommen würde.
Und es lief wie geschmiert. Es war bestimmt der Rückenwind, aber auch meine Beine fühlten sich heute super gut an und die Temperatur war bei fast wolkenlosem Himmel sehr angenehm.
Nach etwas mehr als 30 Kilometern hörte ich jemanden Rufen und tatsächlich: Da war ein anderer Radfahrer, der in die Gegenrichtung unterwegs war. Ich durchquerte den Sand, der vom gestrigen Regen zum Glück nicht allzu aufgeweicht war, zur Strassen die in die andere Richtung führt. Hier durfte ich Zhengzhi aus China kennenlernen. Wie Bing war auch er in Korgas gestartet und auf dem Weg Richtung Türkei. Wir ulterhielten uns für fast eine halbe Stunde, bevor wir uns wieder auf die Sättel schwangen und weiterfuhren, jeder in seine Richtung.
Mit dem beschriebenen Rückenwind und den fitten Beinen war ich trotz dieses Intermezzos bereits um 13:40 Uhr bei meinem Guesthouse in Buchara – die Durchschnittsgeschwindigkeit in Bewegung lag bei über 25 km/h.
Nun buchte ich meine 3-stündige Entdeckungstour für 16:30, erhielt aber kurz nach der Buchung eine Nachricht mit der Frage, ob ich mich auch der 4-stündigen Tour mit Start um 16 Uhr anschliessen könne, denn auf meiner Tour wäre ich der einzige gewesen. Das passte für mich auch, nachzahlen für die längere Tour musste ich auch nicht.
Die Tour, auf der ich neben der super netten Touristenführerin Guli die gutes Englisch sprach auch Odette aus Kroatien und Eli und Jensen aus Sydney kennenlernte war sehr informativ und ehrlich gesagt gefiel sie mir viel besser als die vor ein paar Tagen in Xiva. Erstaunlich war für mich, dass ein grosser Teil der Bevölkerung hier Tadjikisch spricht, wobei die offizielle Amtssprache, in der beispielsweise auch der Schulunterricht stattfindet aber Usbekisch ist und die meisten auch Russisch sprechen. Ein Grossteil der Bevölkerung spricht also drei ziemlcih verschiedene Sprachen. Kommt noch Englisch dazu für einige, wie beispielsweise Guli.
Neben den vielen Sehenswürdigkeiten zeigte uns Guli auch verschiedne Handwerkskünste. Am meisten beeindruckt war ich vom Metallschnitzer, welcher mit seiner Kunst schon in Museen auf der ganzen Welt erschienen ist, so auch im Museum Rietberg in Zürich. Auch in einem Zeitungsartikel aus der Schweiz war er erwähnt.
Die Tour dauerte wirklich ganze vier Stunden und endete nach Einbruch der Dunkelheit am anderen Ende der Stadt. Odette und ich beschlossen, noch zusammen etwas essen zu gehen, denn unsere Hotels waren nicht allzuweit voneinander entfernt. Bis wir dann aber wirklich am Tisch sassen und unsere Bestellung aufgeben konnten war es schon halb zehn am Abend. Ich hatte – auch wegen des dreissig Minuten früheren Startes – nach dem Fahrrad fahren noch nicht viel gegessen und hatte entsprechend Hunger. Nach guten Gesprächen mit Odette war es dann schon nach Mitternacht, bis ich zurück beim Hotel war.
Zuerst folgen nun ein paar Eindrücke von Buchara, die Bilder von der Etappe befinden sich weiter unten.





































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