Der Regen geht weiter, doch es wird langsam besser…
Nach dem verregneten Tag gestern machten wir den Fehler, dass wir ins günstigste Hotel gingen, welches wir finden konnten. Das war keine gute Erfahrung. Das Zimmer war weder sauber noch warm und sogar duschen msusten wir kühl – nicht ganz kalt, aber nach der Dusche war mir kälter als vorher, und das nach diesem verregneten, kalten Tag. Auch unsere Kleider trockneten in so einem Zimmer natürlich nicht gut.
Aufstehen am Morgen war auch ziemlich schwierig, doch vielleicht ist das auch eine Anekdote für’s Leben: Manchmal musst du viel Energie aufbringen, um aus einer misslichen Lage zu kommen, doch wenn du mal draussen bist, bist du froh darum. Genau so ging es mir heute beim verlassen des Hotels…
Natürlich war die Motivation zu starten auch etwas gedämpft, weil es auch heute morgen regnete. So war es schon fast 11:45 bis Shaun und ich endlich losfuhren. Wir sind nun bereits den 14. Tag zusammen unterwegs, doch es fühlt sich gar nicht nach so lange an. Gleichzeitig liegt Istanbul gefühlt schon eine Ewigkeit zurück doch genau da sind wir vor 13 Tagen das erste Mal zusammen losgefahren.
Den gleichen Fehler wie gestern machte ich heute nicht mehr und trug meine Regenhose von Anfang an. Wir fuhren heute fast alles auf der grossen Strasse, der D010, auf der wir schon etliche Tage verbracht hatten. Und schon nach wenigen Kilometern hörte der Regen ein erstes Mal auf. Als wir nach etwas mehr als 43 km die erste Pause machten, regnete es allerdings wieder leicht.
Nach der Pause brauchte ich gefühlt eine Ewigkeit, bis mir wieder warm war – leider war das Café in dem wir waren nicht so gut beheizt wie das gestern. In Wirklichkeit waren es wahrscheinlich etwa 15-20 Minuten, dann war ich wieder auf Betriebstemperatur und fühlte mich wohl. Und danach lief es super gut, auch wenn das Wetter nicht das beste war. Wie weit wir kommen würden, machten wir auch vom Regen abhängig, denn wir hatten beide keine Lust wieder wie gestern stundenlang im Regen zu fahren. Der Niederschlag war allerdings heute nicht so stark und irgendwann hörte der Regen ganz auf. So kamen wir bis zu meinem Wunschziel, dem Lehrerhaus in Ardeşen, und zwar bereits um 18:45 und damit noch gut vor Einbruch der Dunkelheit. Wir hatten wohl auch heute wieder guten Rückenwind…
Bei den Lehrerhäusern sollte das Preisleistungsverhältnis gut sein, und so war es auch: Das heutige war zwar nicht das günstigste, aber dafür hatten wir ein sehr sauberes, warmes Zimmer inklusive heisser Dusche und Sicht auf das Schwarze Meer. Nach einer Nacht wie gestern schätze ich das umso mehr.
Nun sind es nur noch etwa 62 km bis zur georgischen Grenze und so heisst es schon bald Abschied nehmen von der Türkei. Das war auch ein Grund, noch ein letztes Mal in so ein Lehrerhaus zu gehen. Und zum Abendessen gab es nochmals Çiğ Köfte, eine Spezialität in der Türkei, welche wir in den letzten zwei Wochen etliche Male genossen hatten und welche seit dem neuen Lebensmittelgesetz vor einigen Jahre auch vegan ist.








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