Tschüss Donau
Nachdem ich nun etwa 2194 km entlang der Donau gefahren bin, war heute Abschied nehmen angesagt. Noch etwa 82 km in Rumänien, ein letztes Mal mit der Fähre über den Fluss und Tschüss!
Um diese Fähre um 12:00 zu erreichen bin ich früh aufgestanden und bereits um 07:30 ging’s los. Der Hotel-Besitzer hatte mir noch einen Plasticksack mit zwei Äpfeln und veganen Crackers beim Ausgang hingelegt, wie nett von ihm.
Als ich losfuhr waren die Strassen zwar nass, es regnete jedoch nicht. Das änderte sich aber schon bald, es fing an leicht zu nieseln. Es störte mich nicht gross, ich zog bloss die Regenjacke and liess den Rest der Regenausrüstung in den Taschen. Auch heute hatte ich wieder Rückenwind und fast perfekte Strassen bis zur Fähre. So zeigte mein Velocomputer um 10:15 bereits 70 gefahrene Kilometer an – mehr als die Hälfte des heutigen Pensums. Und schlussendlich war ich bereits um 10:45 beim Hafen von Turnu Măgurele, Billet schon gelöst, bereit zur Abfahrt.
Der Hotel-Besitzer hatte mir erklärt, dass die Fähre regelmässig fährt, nicht nur wie auf der Homepage angegeben um 07:30, 12:00, 16:00 und 19:00. Da mir 16 Uhr zu spät war – ich hatte noch ca. 60 km vor mir – war mir wichtig, um 12 dort zu sein. Und vielleicht fährt die Fähre ja tatsächlich öfter, z.B. im Sommer, wenn mehr los ist, aber heute wartete ich bis 12, da war keine Fähre vorher. So bin ich froh, diese Fähre erwischt zu haben, sonst wäre es womöglich spät geworden. Denn von 13 – 15 Uhr ist eine obligatorische Pause, das steht auch auf der Homepage. Die Wartezeit war etwas kalt, denn ich war doch ein bisschen nass geworden, ich konnte zum Glück in einem kleinen Häuschen Platz nehmen und hielt mich mit Dehnübungen warm. Dehnen kommt bei mir eh meist zu kurz.
Als es in Bulgarien nach 20 Minuten Fährfahrt weiter ging winkte mich die Zollbeamtin durch, während die beiden Autos anscheinend genauer kontrolliert wurden. Nun war es vorbei mit dem exzellenten Rückenwind, denn ich fuhr nicht mehr genau nach Osten, während der Wind noch immer aus der gleichen Richtung kam. Auch die Strassen waren deutlich schlechter als noch in Rumänien, so holperte es zeitweise etwas schleppend vorwärts. Doch ich hatte ja Zeit. Und während ich am Anfang meiner Reise noch auf den Puls schauen musste, war ich jetzt automatisch in einem tiefen Pulsbereich und entspannt unterwegs.
Vor der einzigen etwas längeren Steigung des Tages machte ich nochmals eine Pause, danach gings auch nicht mehr lange und ich war schon bei meinem Hotel – und das um 15:20. So früh war ich noch nie.
Nach dem mir in Rumänien alles wieder etwas verständlicher vorgekommen ist – wenn man Französisch spricht kann man viele lateinisch-Stämmige Wörter erraten – bin ich jetzt wieder etwas verloren, denn viele Dinge sind nur in kyrillischer Schrift angeschrieben. Und selbst wenn ich das lesen kann, kann ich die Bedeutung doch nicht erraten, so wie es beim rumänischen oft der Fall war. Immerhin sind die Ortstafeln und Wegweiser meist auch in lateinischer Schrift angeschrieben, so kann ich auch gleich das Alphabet üben – das habe ich schon in Serbien so gemacht und die kyrillische Schrift werde ich noch in einigen Ländern antreffen.




















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