Frohes Wiedersehen
Heute morgen habe ich zuerst mal all mein Gepäck ausgepackt um zu sortieren, was ich auf der Reise mit Yanan und ihrer Familie brauche und was nicht. Als ich wieder alles eingepackt hatte blieb eine Fahrrad-Tasche und die kleine Umhängetasche für die nächsten Tage, den ganzen Rest brauche ich erst wieder, wenn ich wieder Fahrrad fahre. Ich fuhr mit dem Fahrrad zum Reisebüro, über welches Yanan die Reise gebucht hatte – immerhin knapp 15 Kilometer durch die Stadt – denn sie hatten angeboten, dass ich das Fahrrad dort für 8 Tage deponieren darf.
Danach ging ich zu einem Brillengeschäft, um mein defektes Brillengestell ersetzen zu können. Der Bügel der Brille, welche ich im Mai 2023 in Luoyang gekauft hatte, war vor etwas mehr als einer Woche gebrochen und ich habe ihn nur notfallmässig repariert. Zum Glück konnte ich das genau gleiche Modell bestellen und so kann ich bei der Rückkehr nach Ürümqi meine Gläser in das neue Brillengestell transferieren lassen. Die Lieferfrist beträgt drei Tage.
Auf dem Rückweg in die Stadt stoppte ich nochmals beim veganen Restaurant von gestern, denn es lag genau am Weg und so kam ich nochmals in den Genuss von wunderbarem Essen.
Danach nahm ich ein Taxi zum Hotel, wo ich Yanans Familie traf. Während ihr Vater und ihre Schwiegereltern mit Sohn Eden bereits am Morgen mit dem Nachtzug angekommen waren – bzw. Tag- und Nachtzug, denn die Zugfahrt von Schanghai nach Ürümqi dauerte ganze 39 Stunden – hatten Yanan und ihr Mann Lanxiang einen Flug gebucht, um Zeit zu sparen und kamen erst am Abend um 21:20 am Flughafen an.
Ich freute mich sehr, die ganze Familie kennen zu lernen und fühlte mich mit allen sofort wohl. Wir gingen etwas essen – ich hielt mich eher zurück, da ich eben erst gegessen hatte – und danach noch in ein Einkaufszentrum etwas die Füsse vertreten und Früchte kaufen. Einzig Fotos zu machen habe ich verpasst.
Noch mehr freute ich mich auf das Wiedersehen mit Yanan und Lanxiang und so nahm ich ein Taxi an den Flughafen, um sie dort in Empfang zu nehmen. Eden hätte normalerweise schon schlafen gehen müssen, doch seine Grossmutter erlaubte, dass er ebenfalls mit mir mitkommt. Während der Fahrt zurück zum Hotel hatten wir Zeit, zusammen zu reden, doch als wir zurück waren gingen alle ziemlich schnell ins Bett. Ich freue mich ausserordentlich, bei dieser Familienreise dabei sein zu dürfen. Morgen geht’s dann so richtig los zum ersten Ort, den man gemäss chinesischer Redart einmal im Leben gesehen haben muss. Ich bin ja mal gespannt.








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