Frühling

Zuerst ein Nachtrag zu gestern Abend: Was für schöne Begegnungen man doch auf einer Reise macht! Als ich im veganen Restaurant, welches von meiner Unterkunft gelegen am nächsten war, fertig gegessen hatte und den gestrigen Beitrag schrieb, fragte ich mich langsam, wann die Bedienung wieder kommt, damit ich ein Dessert bestellen konnte. Aber okay, ich war ja beschäftigt. Dann kamen plötzlich zwei Herren hinein und setzten sich an einen Tisch nicht weit von mir. Und dann staunte ich nicht schlecht, als die beiden tatsächlich Schweizerdeutsch sprachen. Ich gab mich nicht sofort als Schweizer zu erkennen, aber als sie fragten, was die Empfehlung für den Hauptgang war und die Antwort eine andere war als bei mir – ich hatte eben auch nachgefragt – konnte ich mir eine Bemerkung nicht verkneifen. Auf die Frage, woher ich denn komme, antwortete ich gelassen «aus der Schweiz, wie ihr». Viktor und Boris staunten ebenfalls und waren begeistert von meiner Reise. Viktor meinte sofort: «Ich spendiere dir einen Drink», was ich natürlich gerne annahm und fragte nach, ob ich mich denn zu ihnen setzen dürfe. Das war der Anfang eines abendfüllenden Gesprächs mit den beiden Wallisern, bis wir schlussendlich um 11 Uhr aus dem Restaurant geworfen wurden, weil dieses schliessen wollte. Draussen machten wir dann noch ein Foto zusammen und bis ich dann wieder zu Hause war, war es 23:45, obwohl meine Unterkunft nur 3 Fussminuten entfernt war. Vielen Dank nochmals für die tolle Unterhaltung und die schlussendlich 2 Getränke, die ihr mir spendiert habt, lieber Viktor und Boris, der Abend mit euch hat mich begeistert!

Nun zu heute: Meinen Ruhetag habe ich genutzt um zuerst einmal auszuschlafen. Danach wollte ich aber doch noch etwas von Belgrad sehen und habe dafür eine Tour gebucht. Mit meinem Guide Petar erkundigte ich bei Frühlingshaften 18 Grad Celsius und Sonnenschein das Stadtzentrum und damit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Belgrad zu Fuss während etwa zwei Stunden. So erhielt ich einen guten Einblick in die Geschichte und Kultur von Belgrad und Serbien. So erhielt vieles, was ich gestern schon gesehen hatte, eine neue Bedeutung. Im Anschluss holte ich mir zuerst ein Mittagessen beim «Veganski Kiosk» und ging dann noch wie von Petar empfohlen zum Dom des Heiligen Sava. Praktisch ist, dass seit dem 1. Januar 2025 der ganze öffentliche Verkehr in Belgrad gratis ist. So konnte ich ganz unkompliziert mit dem Bus fahren, ohne mich um eine Fahrkarte kümmern zu müssen. Danach ging ich zurück zur Unterkunft, um mich nochmals ein wenig zu erholen und schloss den Tag mit einem Abendessen in einem weiteren veganen Restaurant ab. Auf meiner Weiterreise wird’s wohl nicht mehr so viele vegane Optionen geben, also habe ich heute nochmals voll von den hiesigen Möglichkeiten profitiert.


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