Es rollt…
Was ich gestern ganz vergessen habe zu erwähnen: Ich hatte den ganzen Tag Sonnenschein. Und das war auch heute so. Dafür bin ich sehr dankbar, denn das macht die ganze Sache natürlich viel angenehmer. Die Temperaturen sind zwar in der Nacht noch relativ tief, doch durch den Sonnenschein fühlt es sich perfekt an. Auch schwitze ich jetzt nicht mehr wirklich, wodurch mir auch nicht mehr kalt wird, wenn ich z.B. einen Halt einlege.
Apropos kühle Temperaturen: Nach etwas mehr als einer Stunde fahrt begegnete ich einem anderen Radreisenden, dem ersten auf dieser Reise. Auch für ihn war ich der erste «vollbepackte», dem er begegnete. Er fuhr ebenfalls den Donauradweg, aber in die andere Richtung, also Fluss aufwärts. Er meinte ich habe ganz schön viel Zeug dabei. Stimmt wohl, zumindest im Gegensatz zu ihm. Ich sagte ihm, ich hätte noch einiges vor und deshalb auch Zelt etc. dabei. Als er sagte er habe seines auch dabei fragte ich ihn, ob er denn bei diesen Temperaturen draussen schlafe. Da sagte er mir, er habe letzte Nacht leider keinen geeigneten Platz für sein Zelt gefunden und deshalb auf einer Bank geschlafen – bei 2 Grad Celsius. Das geht also auch, werde ich mir merken. Ich wähle aber trotzdem für den Moment noch das Hotel, denn in einem warmen Bett schlafe ich besser und erhole mich entsprechend auch besser, was mir wichtig ist.
Nach weniger als 40 Kilometern war ich bereits in Regensburg. Bei Sonnenschein ;-). Was für eine schöne Stadt – mit vielen Touristen – einladend für eine Pause, doch für mich noch etwas früh für die Mittagspause, da ich heute schon um 09:20 losgefahren war. Was danach folgte ist der Traum jedes Fahrradfahrers: Sonnenschein, glatte, schnelle Strassen und ein bisschen Rückenwind. So rollte es zügig weiter Richtung Osten und es lief mir so gut, dass ich schlussendlich erst nach über 90 km für die erste grössere Pause anhielt. Umgeben von vielen Leuten liess ich mir mein Mittagessen inmitten von Straubing schmecken. Das kleine Städtchen, welches ich vorher nur wegen des Eishockeyteams kannte, ist sehr sauber und hat schicke farbige Häuser, so wie viele der kleinen Städtchen auf meinem Weg.
Nun standen noch knapp 40 km auf dem Programm bis Deggendorf. Der Donauradweg machte anfangs einen nigelnagelneuen Eindruck und entsprechend rollte es auch wieder super gut. Doch plötzlich versperrte eine Fahrverbotstafel den Weg, jetzt auf Schotter. Da ich leicht daran vorbei fahren konnte, probierte ich es trotzdem. Doch schon nach wenigen Minuten kam mir ein anderer Fahrradfahrer winkend entgegen und meinte die Baustelle sei unmöglich zu passieren. Also machte ich rechtsumkehrt und fuhr eine grössere Schlaufe um die Baustelle grosszügig zu umfahren. Wieder zurück an der Donau kam bald schon das nächste Fahrverbot. Ich ignorierte es wieder und diesmal konnte ich auch gut durchfahren. Die Bauarbeiten waren am heutigen Samstag nicht im Gang und so störte sich auch niemand an den Radfahrern, die über die Schotterpiste ratterten – ich war bei weitem nicht der einzige. Nach der Baustelle fuhr ich zwischenzeitlich etwas auf der Autostrasse, da es kaum Verkehr hatte, diese geteert war und genau parallel zum Fahrradweg auf Schotter war. Schlussendlich erreichte ich, trotz des Umwegs von einigen Kilometern, Deggendorf bereits um kurz nach 16 Uhr.























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